1851. Friedrich Kiefer gründet das Weingut und legt damit den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte im Weinbau am Kaiserstuhl.

2011. 160 Jahre Weingut Kiefer. Bei wunderschönem Wetter feiern wir im Juni Jubiläum. Die Hochstimmung und die funkelnden Augen von Gästen und Gastgebern, die im Genuss aus Küche,  Keller und musikalischer Unterhaltung aufblühen, zeigen uns den Weg in eine gute Zukunft.

2013. Martin und Helen Schmidt übernehmen zusätzlich das Ökologische Weingut Schmidt, das Martins Eltern im Jahre 1987 in Eichstetten gegründet haben.
Wein / Stil / Performance.
Helen und Martin Schmidt. Seit 2008 die jungen Besitzer des Weinguts Kiefer: „Für uns ist der Wein Beruf, Hobby und Leidenschaft.“

Kiefer 1851 ist auf der Höhe der Zeit. Unser Weg ist klar. Genau wie eine herrliche, junge Cuvée dem Geist der Zeit entspricht, verbinden wir Tradition mit frischem Lebensstil. Im Weinberg, im Keller und in der Kommunikation mit Genussbotschaftern und Genießern. Damit stärken wir das Motto, das wir uns vom Start weg auf die Fahnen geschrieben haben: Wein /Stil /Performance. Um unsere ambitionierten Ziele im Weingut nachhaltig zu verankern, haben wir unser gesamtes Unternehmensbild verjüngt. Ein ganz persönliches Bild, das wir mit einem ordentlichen Schuss Herzblut in aufregenden, lebendigen und authentischen Weinen nach draußen spiegeln. Durch liebevolle Pflege der Weinberge und individuellen, schonenden Ausbau. Wir wollen, dass sich der Geschmack vollreifer Trauben mit ihrem wunderbaren Spiel von Aromen und Fruchtsäuren in unseren Weinen wiederfindet. Geprägt von Boden und Klima unserer Lagen.
Ein neuer Tag beginnt. Die sanften Nebel tränken die Reben am Kaiserstuhl,
dem größten und bekanntesten badischen Weinbaugebiet.

Das kleine Vulkangebirge zwischen Schwarzwald und Vogesen erhebt sich wie eine Insel aus der flachen Rheinebene. Stolz und unverwechselbar zeigt der Kaiserstuhl seine Rebflächen, die sich als die ‚Sonnenterrassen Deutschlands’ an den Berg schmiegen. Fauna und Flora sind einzigartig und krönen den Kaiserstuhl zum Kleinod. Hier lebt die seltene Gottesanbeterin und die grün geschuppte Smaragdeidechse. Und mehr als 30 Orchideenarten sind hier heimisch.
Mit jährlich ca. 1700 Sonnenscheinstunden ist der Kaiserstuhl wohl der Ort, an dem sie am liebsten scheint und uns mit ganzer Kraft verwöhnt.

Die klimatischen Gegebenheiten gelten als nahezu mediterran. Zudem liegt auf den Vulkanverwitterungsböden des Kaiserstuhls eine Lößlehmschicht, die in Eichstetten eine Stärke von 30 cm bis 30 Metern erreicht. Klima und kalkreiche Böden schenken den Reben beste Wachstumsbedingungen. Deshalb zählen unsere Burgunder auch zu Deutschlands Spitze und scheuen keinen Vergleich mit den Großen aus dem Burgund.
Das ist unsere Lage in Eichstetten: Herrenbuck. Nach Süden und Südosten ausgerichtet! Ein facettenreiches Terroir.

Leichte Lößböden schenken uns filigrane Weine, wie Weißer Burgunder und Riesling. Lößböden mit Lehmanteil vollmundige, dichte Weine mit viel Schmelz, z. B. den Grauburgunder. Vulkanverwitterungsböden mit geringer Lößlehmauflage kraftvolle, feurige Weine, den Spätburgunder Rotwein. Das Weingut haben wir mittlerweile auf die stattliche Rebfläche von 16 Hektar,  in besten Eichstetter Lagen,  vergrößert und überwiegend mit den drei Burgundersorten bestockt.
Die Erde riecht kraftvoll. Das gibt uns das sichere Gefühl, dass sie eine wesentliche Verantwortung für den gesunden Wuchs der Reben übernimmt.

Die Eichstetter Böden sind spendabel und schenken, auch in extrem trockenen Jahren, eine ausreichende, gute Wasser- und Nährstoffversorgung. Reich an Kalk geben sie den Reben beste Wachstumsbedingungen und puffern die Säure des Weines auf natürliche Weise ab. Auch deshalb probieren sich unsere Weine mit milder Säure und feinen, vielfältigen Aromen.

Martin Schmidt wurde im Berufswettbewerb des Jahres 1999 „Bester Winzer“. Sein Studium an der Fachhochschule Geisenheim schloss er als Diplom-Ingenieur für Weinbau und Oenologie mit Auszeichnung ab. Mit seiner Kreativität gibt er bei Weinbau und Vinifikation neue Impulse!
Qualität wächst im Weinberg. Und die fordert Respekt, Geduld und intensive Handarbeit.

Durch geringen Anschnitt der Fruchtruten, Entfernen von Doppel- und Kümmertrieben, Freistellen von Trauben durch moderate Entblätterung, konsequentes Ausdünnen überzähliger Trauben. So erzielen wir gewollt niedrige Erträge für allerbeste Qualität.  Zwischen den Rebzeilen bringen wir zur Bodenverbesserung Kleearten, Wicken und Bohnen, als natürliche Stickstoffsammler, zur Dauerbegrünung aus. Durch Einsaat von Wildkräutern werden Nützlinge wie Raubmilben, Marienkäfer und Florfliegen gefördert.
Die Schmidts sind alle zuhause. Jannis, Julika und Ylvie lieben die mittägliche Tafel mit Mama und Papa.

Gut, wenn der Nachwuchs seine Zeit einfordert. Wir sind schließlich ein Familienbetrieb. Allerdings kann man mit Traktor und großen Maschinen auch ordentlich Eindruck schinden. Aber sicher noch keine Nachfolge regeln!
Irgendwann zählt  nur noch eins. Zur rechten Zeit am richtigen Ort zu sein. Für den optimalen Lesezeitpunkt.

Den bestimmen wir jetzt durch häufiges Begehen der Rebanlagen. Wir stellen einzelne Beeren auf die Probe, analysieren und entscheiden nach ihrem sensorischen Eindruck: Aromaausprägung, Gerbstoffe, Fruchtsäuren und Süße.
Weniger ist Mehr. Handlese und Verantwortung für die sorgfältige Sortierung vollreifen Lesegutes.

Genau das ist Voraussetzung und Grundlage für die Spitzenqualität unserer Weine. Aus Weinbergen mit niedrigen Erträgen. Harte Arbeit, belohnt durch viel frische Luft und die herrlichen gemeinsamen Pausen an großen, üppig gedeckten Tischen. Mitten in der Natur.
Die Reife der Trauben haben wir lange mit Mühe und Respekt begleitet. Auf dem Weg in den Keller fassen wir das wertvolle Lesegut mit Samthandschuhen an.

Unser Kelterhaus ist so gebaut, dass wir bei der Traubenannahme und Kelterung das natürliche Höhengefälle ausnützen, um die mechanische Belastung der Trauben möglichst gering zu halten.
Die Zeit braucht Zeit, sagen die Franziskanermönche. Die intensive Vorklärung der Moste, überwiegend durch natürliche Sedimentation verlangt Geduld.

Der Weg zur Spitzenqualität bedingt langsame, kühle Vergärung, sensiblen, individuellen Ausbau der Jungweine auf der Feinhefe und schonende Filtration. Deshalb verzichten wir auf jegliche Schönungen unserer Weine und bringen sie sehr schonend, ohne Umwege, auf die Flasche. Wir begleiten den Reifeprozess mit zeitgemäßer Kelterung, auf dem neuestem Stand der Technik.
Das klingt gut. Unsere Roten vergären im traditionellen,
klassischen Verfahren auf der Maische.

Die abgebeerten Trauben werden in speziellen Behältern über mehrere Wochen vergoren. Hierbei lösen sich allmählich Farbe und reife Gerbstoffe aus den Beeren und schenken dem Rotwein seine große geschmackliche Fülle.
Die Rotweine der Lage „Herrenbuck“ reifen lange im großen Holzfaß, teils auch Barrique.
Die Einladung zum Genuss. Herzlich willkommen.
Wir haben uns fein gemacht.

Für alle, die Menschen und Weine im Weingut Kiefer kennen lernen wollen. Zur Weinprobe, zur Betriebsführung oder zu einer unserer beliebten Veranstaltungen. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Sie und Ihre neugierigien Fragen.